Wirtschaftsstrafrecht

In die Verantwortung der Geschäftsführung eines Unternehmens fallen vielfältige Aufgaben. Verschiedene gesetzliche Pflichten, u.a. die Pflicht zur ordnungsgemäßen Buchführung, der Abführung von Steuern und der Arbeitnehmer-Sozialversicherungsbeiträge oder der rechtzeitigen Insolvenzantragsstellung führen im Fall ihrer Verletzung neben einer zivilrechtlichen Haftung der Geschäftsführung oft auch zur strafrechtlichen Prüfung der Vorgänge und entsprechender Verfolgung der Verantwortlichen durch die Staatsanwaltschaft und Strafgerichte.

Bankrottdelikte

Straftaten, die in Verbindung mit der Antragstellung und Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stehen, werden als Insolvenzstraftaten und Bankrottdelikte (§§ 283 ff StGB) bezeichnet. Ermittlungen leitet die Staatsanwaltschaft, die über die Eröffnung jedes Insolvenzverfahrens einer Kapitalgesellschaft eine Mitteilung erhält, regelmäßig ein, wenn sich Anhaltspunkte für eine Straftat im Zusammenhang einer Insolvenzeröffnung zeigen.

Untreue, Unterschlagung und Betrug

Wurden die Gesellschaft oder Gläubiger geschädigt, steht neben einer Insolvenzverschleppung auch der Verdacht einer Untreue, Unterschlagung oder des Betrugs durch die Geschäftsführung im Raum. Dem Geschäftsführer drohen hier neben dem Aufwand der Verteidigung im Fall der Verurteilung eine Geld- oder Freiheitsstrafe samt Eintragung im Führungszeugnis. Darüber hinaus führt die Verurteilung wegen einer Insolvenzstraftat dazu, dass dem Betroffenen die Bestellung zum Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften mit einer Sperrzeit von fünf Jahren untersagt wird.

Unser Leistungsspektrum

  • Beratung und Vertretung in allen Fragen des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts
  • im Rahmen der Buchführung, der Steuerzahlungen und Sozialversicherungsbeiträge
  • Bankrottdelikte bei der Insolvenzeröffnung oder bei Insolvenzverschleppung
  • Verdacht der Geschäftsführung auf Untreue, Unterschlagung und Betrug