Jochen König, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Raab & Kollegen

Jochen König

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Insolvenzrecht

+49 911 76675-0

Ausbildung

 
Beruflicher Werdegang

  • seit 1997 als Rechtsanwalt zugelassen
  • 1997-1998 Justitiar/Syndikus der DeLege-Steuerberatungs-GmbH
  • seit 2001 als Insolvenzverwalter und Zwangsverwalter tätig
  • seit 2009 in unserer Kanzlei tätig
  • 2011-2015 Dozent bei Jurisprudentia für Fachanwaltslehrgang Handels- und Gesellschaftsrecht und Fortbildungskurs zum/r Rechtsfachwirt/in in Nürnberg, Würzburg, Regensburg


Zusatzqualifikationen

  • seit 2009 Fachanwalt für Insolvenzrecht
  • seit 2009 zertifizierter Zwangsverwalter (IGZ)


weitere Tätigkeiten

  • Hausverwaltung

Fremdsprachen

  • Englisch
  • Italienisch (Grundkenntnisse)

Ehrenämter

  • Mitglied der Kirchenverwaltung St. Gabriel in Nürnberg

Kurz notiert

  • Insolvenzverfahren der Friedrich Funk GmbH, Nürnberg, mit einer Quote von 98,98 % erfolgreich abgeschlossen

    Mit Beschluss des Amtsgerichts Nürnberg vom 18.11.2020 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Friedrich Funk GmbH wegen drohender Zahlungsunfähigkeit aufgrund Eigenantrags eröffnet und Herr Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Jochen König zum Insolvenzverwalter bestellt.

    Im Rahmen des Verfahrens stand neben der Abwicklung von Pensionsansprüchen die Klärung von Haftungsansprüchen an,…

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  • Versagung der Restschuldbefreiung bei unrichtigen Angaben zu wirtschaftlichen Verhältnissen im Rahmen eines Vergleichsangebotes

    Unrichtige schriftliche Angaben des Schuldners über seine wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten drei Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens können auch dann zu einer Versagung der Restschuldbefreiung führen, wenn sie im Rahmen eines Vergleichsangebots erfolgen. So entschied der Bundesgerichtshof in einer neueren Entscheidung vom 18.11.2021.Unrichtige schriftliche Angaben…

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  • Erledigung des Insolvenzantrags und die Frage der Kostentragungspflicht

    Erklärt der Gläubiger seinen Insolvenzantrag nach Erfüllung der Antragsforderung einseitig für erledigt, kann seine Kostentragungspflicht nicht damit begründet werden, dass der Insolvenzantrag trotz der Erfüllung weiterhin zulässig ist. So entschied der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 23.09.2021.

    Anmerkung

    Der BGH grenzt hier spitzfindig danach ab, dass § 14 Abs. 1…

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  • Erlöschen eines Girovertrags durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Annahme eines konkludent geschlossenen Girovertrages.

    Erlischt ein Zahlungsdienstrahmenvertrag (Girovertrag) des Schuldners durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und weiß die Bank nichts vom Insolvenzverfahren, können Handlungen der Bank nach Freigabe der selbständigen Tätigkeit des Schuldners, die sich nach objektivem Empfängerhorizont als vertragsgemäßes Verhalten im Rahmen des (erloschenen) Zahlungsdienstrahmenvertrags darstellen, nicht als konkludente Zustimmung zur Neubegründung…

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  • Pfändungsschutz einer Rückdeckungsversicherung für Pensionszusage

    Erhält der Schuldner aus einer Kapitallebensversicherung, die ihm zur Sicherung für Ansprüche aus einer für seine Tätigkeit als Geschäftsführer erteilten Pensionszusage wirksam verpfändet ist, nach Pfandreife eine Einmalleistung, kann er hierfür Pfändungsschutz für sonstige Einkünfte geltend machen.

    Dem steht nicht entgegen, dass die Voraussetzungen des besonderen Pfändungsschutzes bei Altersrenten nicht…

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  • Wertersatz bei Anfechtung in der Insolvenz

    Jedenfalls dann, wenn sich der durch eine anfechtbare Rechtshandlung des Insolvenzschuldners weggegebene Gegenstand noch im Vermögen des Anfechtungsgegners befindet, ist für die Berechnung des Wertersatzes auf den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz abzustellen, auch wenn der Anfechtungsgegner schon zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur noch…

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  • Beraterhaftung in der Insolvenz: Insolvenzanfechtung und Regress zu Gunsten des Geschäftsleiters

    Eine Entscheidung zur Anfechtbarkeit von Beraterhonoraren nach § 133 InsO a.F., bei der - neben dem zugesprochenen Anfechtungsanspruch - der Berater auch aufgrund Anwendung der Grundsätze des Vertrags mit Schutzwirkung für Dritte für die an den Insolvenzverwalter abgetretenen (Regress-)Ansprüche des Geschäftsführers verurteilt wurde.

    (LG Aachen Urteil vom 14.04.2021 – 11…

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  • Mietforderungen als Masseverbindlichkeit gem. § 55 InsO; Abgrenzung zur Insolvenzeröffnung

    Bei einem Mietvertrag über einen unbeweglichen Gegenstand ist in der Insolvenz des Mieters die Mietforderung für den Monat, in dem das Insolvenzverfahren eröffnet wird, in dem Umfang Masseverbindlichkeit, der dem ab der Verfahrenseröffnung verbleibenden Teil des Monats entspricht.

    (BGH 11.03.2021 – IX ZR 152/20)


    Anmerkung

    Der BGH bestätigte in seiner…

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  • Vormerkungsschutz in der Insolvenz bei unentgeltlichem Grundgeschäft

    Die Rechtshandlung gilt, sofern die übrigen Wirksamkeitsvoraussetzungen für die Eintragung der Vormerkung erfüllt sind, auch dann mit dem Zeitpunkt der Antragstellung als vorgenommen, wenn mit der Vormerkung lediglich ein künftiger, auf einem unentgeltlichen Grundgeschäft beruhender Auflassungsanspruch gesichert wird.
    Hat der Schuldner dem anderen Teil eine Sicherung oder Befriedigung früher als…

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  • Anwendung des § 133 Abs. 2 InsO auf eine inkongruente Gewährung einer Sicherheit

    § 133 Abs. 2 InsO in der ab 5. April 2017 geltenden Fassung ist auch auf inkongruente Deckungen anzuwenden (vgl. BT-Drs. 18/7054 S. 13).
    Bei einer Sicherungsübereignung wird das Schuldnervermögen bereits durch diese und nicht erst durch die Verwertung des Sicherungseigentums und den Entfall des Rückübertragungsanspruchs des Schuldners verkürzt (Anschluss…

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  • Haftpflichtanspruch des Geschädigten bei Insolvenz des Schädigers

    In der widerspruchslosen Feststellung des Haftpflichtanspruchs des Geschädigten zur Insolvenztabelle liegt ein Anerkenntnis im Sinne des § 106 Satz 1 VVG. Dem kommt jedoch eine bindende Wirkung für den Versicherer regelmäßig nur in dem Umfang zu, in welchem eine Haftpflichtschuld des Versicherungsnehmers nach materieller Rechtslage tatsächlich besteht.

    (BGH, Urteil vom…

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  • Wertersatz als Insolvenzforderung

    Der Anspruch auf Einziehung von Wertersatz wird insolvenzrechtlich mit der Erlangung des Gegenstands begründet.
    (BGH, Beschluss vom 18. Februar 2021 - IX ZB 6/20)


    Anmerkung:

    Eine im Rahmen des Strafvollzugs und der Folgen einer Straftat für Beteiligte interessante Frage wurde vom BGH nun geklärt. Es wurde klargestellt, dass der Wertersatz…

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  • Maßgeblicher Zeitpunkt für die insolvenzrechtliche Anfechtung

    Die rechtlichen Wirkungen einer Rechtshandlung treten ein, wenn eine Rechtsposition begründet wird, die ohne Anfechtung bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens beachtet werden müsste; auf den Eintritt einer Benachteiligung der Gläubigergesamtheit kommt es nicht an.

    Wird eine mittelbare Zuwendung gegenüber dem Leistungsempfänger angefochten, die in der Weise bewirkt worden ist, dass ein…

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  • ! Änderung der Rechtsprechung !

    Der Kommanditist haftet in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kommanditgesellschaft für Masseverbindlichkeiten, welche von der Insolvenzschuldnerin begründet worden sind.

    Die persönliche Haftung des Gesellschafters für Masseverbindlichkeiten in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft scheidet grundsätzlich nicht bereits aus insolvenzrechtlichen Gründen aus (Aufgabe von BGH, Urteil vom 24. September…

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  • Glaubhaftmachung oder Vollbeweis für die Forderung des antragstellenden Gläubigers

    Stützt ein Gläubiger den Insolvenzantrag nicht auf eine einzelne, sondern auf mehrere, auf gleichgelagerten Lebenssachverhalten beruhende Forderungen, hat er den Bestand der Forderungen zur Überzeugung des Gerichts zu beweisen, soweit diese Forderungen zugleich den Eröffnungsgrund bilden.

    (BGH, Beschluss vom 14.01.2021 - IX ZB 12/20)


    Anmerkung:

    Der BGH stellt in seiner…

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  • Anfechtbarkeit der Entnahme von einem Kapitalkonto einer KG

    Die Entnahme von Guthaben auf einem Kapitalkonto des Kommanditisten ist wie die Rückgewähr eines Gesellschafterdarlehens anfechtbar, wenn die Auslegung des Gesellschaftsvertrages ergibt, dass das Guthaben keine Beteiligung des Kommanditisten, sondern schuldrechtliche Forderungen ausweist.

    (BGH, Urteil vom 17.12.2020 - IX ZR 122/19 - juris)


    Anmerkung:

    Wieder eine Entscheidung des BGH zur…

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  • Insolvenzfestigkeit der Abtretung einer Kapitallebensversicherung

    Werden sämtliche Ansprüche aus einer Kapitallebensversicherung an ein Kreditinstitut zur Sicherung einer fremden Darlehensschuld abgetreten, ist die Zuwendung der Sicherheit an den persönlichen Schuldner mit der Abtretung vorgenommen.

    (BGH, Urteil vom 17.12.2020 - IX ZR 205/19)


    Anmerkung:

    Der BGH stellt hier nochmals sehr eindrucksvoll den Unterschied der Vorausabtretung einer (künftigen)…

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  • Insolvenzfähigkeit politischer Parteien und Insolvenzantragsberechtigung öffentlicher Gläubiger

    Ein als nicht eingetragener Verein organisierter Gebietsverband einer politischen Partei ist insolvenzfähig.

    Ein öffentlicher Gläubiger hat jedenfalls dann kein rechtliches Interesse an der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Gebietsverbands einer politischen Partei, wenn er der einzige Gläubiger ist, die Gefahr des Auflaufens weiterer Forderungen des öffentlichen Gläubigers nicht…

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